Samstag, 22. Februar 2014

Guruismus und Seminarhopping

Guruismus und Seminarhopping

Achtung dies ist ein Frustbeitrag. Wer keinen Bock drauf sollte erst ab Part 2 unten weiterlesen.


Part 1:

Viel wird geschrieben, wenn der Tag lang ist. Man könnte meinen mehr als trainiert wird. In Zeiten von Marketingmaschinerie, FitnessYoutubern, patentierten Bewegungsmustern(Hallo gehts noch) und kindischen Denunzierungen, scheint der Fokus auf das wesentliche verloren zu gehn.

Horrende Summen werden für Seminare, Bulking Systeme, private Coachings und und und verlangt...und scheinbar auch gezahlt.

Sei ihnen das Geld scheffeln gegönnt. Immerhin stimmen die Resultate und die Kunden scheinen die Kohle offenbar zu haben.

Irgendwie scheint die ganze "Szene" momentan aber irgendwie zu eskalieren. Ganz speziell meine ich hier die ottonormal Athleten Turn und Movement Trainer.

Natürlich gilt "Ehre wem Ehre gebührt" und die Erfinder verschiedener Systeme, Methoden was auch immer sollten nicht in Vergessenheit geraten. Dennoch sollte irgendwo auch mal Schluss sein. Plötzlich sollen Bewegungen geklaut und Trainingspläne abgekupfert sein? Wo haben den bitte die sogenanten "Erfinder" diese Pläne her? Hört man Sie etwa permanent die Wurzeln ihrer Erkenntnis würdigen? Wohl nicht! Ist das notwendig? Meiner Meinung nach auch nicht, solange sie es selbst nicht besser machen.

 Besonders, gerade sehr erfolgreiche Gurus, die sich eigentlich um nichts mehr sorgen machen müssten, sind hier ganz vorne mit dabei. Um sich gut präsentieren und verkaufen zu können braucht es scheinbar unter anderem ein großes Ego. Hier zeigt sich dann auch, wie schmal der Grat zwischen groß und übertrieben ist. Jeder der unzählige Stunden und Kapital in seinen Körper und sein Wissen investiert hat verdient den grössten Respekt. Dennoch wäre etwas mehr Bescheidenheit manchmal durchaus angebracht. Bekommen manche Leute den Hals an Anerkennung nicht voll?

Hier mal ein paar populäre Beispiele


https://www.facebook.com/BeastSkills/posts/324356424250164



https://www.gymnasticbodies.com/forum/topic/13309-gymnastic-bodies-vs-ido-portal-method/page-2


http://kitlaughlin.com/forums/index.php?%2Ftopic%2F332-active-vs-passive-flexibility-and-the-relation-to-strength-requirements-for-gst%2F

http://goldmedalbodies.com/episode-42/



Lächerlich. Wie die Kinder. Da werden Leute aus Internetforen verbannt. Autoren erfolgreicher Bücher, die für einen Bagatell unglaubliches Wissen vermitteln, systematisch runtergemacht, Social Media Accounts gesperrt usw.. Kein anderes System, keine andere Methode scheint geduldet. Für einen teuren Workshop zu bezahlen heisst noch lange nicht die Sachen selber lehren zu dürfen.(hallo gehts noch zum zweiten)

Damit das keiner falsch versteht. Jeder für sich extrem erfolgreich, extrem kompetent, zu einem gewissen Grad richtige Vorbilder die mich extrem beeinflusst haben. Schade

Wie dem auch sein. Hat halt alles nicht mehr viel mit Meinungsaustausch, Community, Physical Culture u.ä. zu tun.

Part 2:
Um es abzuschliessen. Hier mal ein paar Feststellungen und mögliche Alternativen:

1. Natalie Reckert kommt nach Ansbach.
Ist ja nix neues seit kurzem. Ich hab noch nie was von der Frau gehört aber Sie scheint enorm was drauf zu haben. Ausserdem kostet der Spaß für einen Nachmittag nur 90 €.Bei nur 10 Teilnehmern. Hört sich nach nem absolut fairen Deal an. (Verglichen mit der Massenabfertigung und vielfach teureren Preisen..)
Müssten noch 5 Plätze frei sein: einfaches-training.blogspot.de

2. Training im Gewichtheberverein würde mich 9€ im Monat kosten! (Kann für dich natürlich anders sein...dennoch wird es nicht viel sein)
Was heisst das genau?
5x pro Woche Training für 2 Stunden.
Individuelle Betreuung von Übungsleitern die nach Verbandsstandards ausgebildet wurden. Wer will, kann sich die Ausbildungsstrukturen ja mal anschauen. Leistungen, Wettkampferfahrungen und Stundenumfänge sind hier für jedes Level vorgeschrieben.
Wozu um aller Welt sollte man ein Wochenend Seminar mit 30 Leuten für 500€ besuchen? Zugegebenermaßen es gibt sicherlich Umstände. Entweder man hat Geld übrig (nichts verwerfliches) oder man ist extrem fortgeschritten und kommt nicht weiter.O.Ä.

3. Training bei einem Bundesligaturntrainer würde mich ca 17€ im Jahr kosten (Siebzehn im Jahr, richtig verstanden.)
Was heisst das genau?
So was ähnliches wie beim Gewichtheberverein um es kurz zu fassen.

Eine schöne Seite an Deutschland: Struktur! Vor allem in der Übungsleiterausbildung.
Ok. Für Studenten ist alles günstiger. Dennoch stehen die Preise für ein extrem attraktives Angebot in keinem Verhältnis zu Sachen die einem da von den brillanten Vermarktern abgenommen werden.

Auch mag der ein oder andere Guru vielleicht noch etwas besser sein als das schwarze Schaf oder du kommst aus der tiefsten Provinz. Als nicht Profi sollten mich die vorhandenen Strukturen dennoch für Jahre erfolgreich beschäftigen können.

Part 3:

Wie vielleicht schon bemerkt wurde, hier passiert in letzter Zeit wieder etwas mehr. Die Arbeit der letzten Wochen ist seit heute erledigt.
Anstehende Highlights sind der freundschaftliche Hangelcontest in Lelles Gym und das erwähnte Seminar bei Frau Reckert. Dazwischen aller Voraussicht nach noch ein ausgiebiges Trainingslager im Alpenland sowie die ersten Outdoor Klettertrips für 2014.

Weiterer Fahrplan ist dann definitiv regelmäßiges Training bei den Gewichthebern, kombiniert mit gescheitem Turn und Klettertraining daheim. Wenn die Basis stimmt und Hanteltraining spezifische Ziele erreicht, wartet der Turnverein......
Werde mich an dem Plan von Jim orientieren. Abhängig davon was mir die Meister der Eisenhanteln für Auflagen machen..

Eventuell wird der Mai auch spannend. Drannbleiben.

Abschließend:

Grill the Guru by B. Contreras



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